Aktuell

  • Bauvorhaben Fernradweg Berlin-Leipzig - 2. Bauabschnitt im „Flaschenhals“ - Informationsveranstaltung am 9. Februar

    Der Fernradweg Berlin-Leipzig wird vom Gleisdreieck kommend über den Flaschenhals weiter geführt - anlässlich des Starts dieses zweiten Bauabschnitts lädt Stadtrat Daniel Krüger zur Informationsveranstaltung ins Rathaus Schöneberg ein. mehr
  • Ausstellung PALLASSEUM PORTRAITS eröffnet!

    Bewundern Sie plakatgroße Fotos von Bewohner/innen von der Pallasstraße aus direkt am Pallasseum und besuchen Sie bis zum 29. Januar die Ausstellung in der Galerie Walden an der Potsdamer Straße: Die PALLASSEUM PORTRAITS sind nun zu sehen! mehr
  • Der Quartiersfonds 1 startet wieder – stellen Sie bis Mitte Februar erste Anträge!

    Kleinere Aktionen von Menschen aus dem Schöneberger Norden für Menschen aus dem Schöneberger Norden können durch Quartiersfonds-1-Mittel gefördert werden – stellen Sie Ihre ersten Anträge bis zum 17. Februar 2012! mehr

Aktuelle Veranstaltungen

Dienstag, 07.02.2012
22:00

Filmtipp: „Der Weg der Wanderhuren - Zwischen Dortmund und Stolipinovo“

Donnerstag, 09.02.2012
18:30

Bauvorhaben Fernradweg Berlin-Leipzig - 2. Bauabschnitt im „Flaschenhals“ - Informationsveranstaltung

Freitag, 10.02.2012
11:00

„50+ Gemeinsam Aktiv“: 4. Seniorenmesse im Rathaus Schöneberg

KKK - KiezKunstKultur ::: Serie Geschichtsorte: Der Hochbunker in der Pallasstraße

Der Hochbunker in der Pallasstraße wurde mit dem Pallasseum überbaut. Ganz unsichtbar ist er dadurch nicht geworden, wie diese Aufnahme vom Kleistpark aus zeigt.

Im Schöneberger Norden gibt es mehr Sehenswürdigkeiten und Denkmäler als viele vielleicht vermuten würden. Mit dieser Ausgabe startend, möchten wir Ihnen jeweils eine Sehenswürdigkeit etwas näher vorstellen.

Wassilij Derewjanko kam im Herbst 1943 nicht freiwillig nach Berlin-Schöneberg. Der 16-jährige Junge wurde mit seiner Familie von den Nationalsozialisten aus Konstantinovka in der Ukraine hierher verschleppt. Seine Mutter Maria musste als Zwangsarbeiterin der Firma Holtzbrinck zwölf bis sechzehn Stunden auf der Baustelle des Hochbunker an der Pallasstraße arbeiten.

In den Bunker sollte die kriegswichtige Technik aus dem Fernmeldeamt in der Winterfeldstrasse verlagert werden. Die Arbeit der Zwangsarbeiter/innen war hart und gefährlich. Sie und ihre Familien waren den Luftangriffen ausgesetzt. Erst die Befreiung Berlins durch die Russen Ende April 1945 setzte ihrem Leid ein Ende.

Im Oktober 1994 waren Maria Derwjanko und ihr Sohn mutig genug, an den Ort ihres Leidens zurück zu kehren. Sie erzählten ihre Geschichte dem Geschichtslehrer Bodo Förster und den Schüler/innen der Sophie-Scholl-Schule. Daraus erwuchs nicht nur eine Freundschaft, sondern auch der Ort der Erinnerung, die Gedenktafeln und das blaue Band entlang der Pallasstraße.  

Auf Initiative von Katharina Kaiser, der Leiterin des Kunstamtes Tempelhof-Schöneberg, war der Bunker im Herbst 2009 mehrere Wochen mit einer eindrucksvollen Ausstellung gegen Krieg und Gewalt geöffnet. Der Zuspruch und das Interesse aus der Nachbarschaft war enorm. Die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg möchte den Bunker nun unter Denkmalschutz stellen. Ein Faltblatt, dass im VorOrtBüro des Quartiermanagements ausliegt, beschreibt die Geschichte dieses monströsen Bauwerkes.

Nächste Ausgabe: Das Kammergericht am Kleistpark

text: N.N. (SchöMo 41); foto: Bahrs