Aktuell

  • Bauvorhaben Fernradweg Berlin-Leipzig - 2. Bauabschnitt im „Flaschenhals“ - Informationsveranstaltung am 9. Februar

    Der Fernradweg Berlin-Leipzig wird vom Gleisdreieck kommend über den Flaschenhals weiter geführt - anlässlich des Starts dieses zweiten Bauabschnitts lädt Stadtrat Daniel Krüger zur Informationsveranstaltung ins Rathaus Schöneberg ein. mehr
  • Der Quartiersfonds 1 startet wieder – stellen Sie bis Mitte Februar erste Anträge!

    Kleinere Aktionen von Menschen aus dem Schöneberger Norden für Menschen aus dem Schöneberger Norden können durch Quartiersfonds-1-Mittel gefördert werden – stellen Sie Ihre ersten Anträge bis zum 17. Februar 2012! mehr
  • Band für Mut und Verständigung 2012: Vorschlagsfrist bis zum 01.03.2012

    Menschen aus Berlin und Brandenburg, die durch ihr mutiges Eingreifen Mitbürgerinnen und Mitbürger vor rassistischer Gewalt beschützt oder durch ihre langjährige engagierte ehrenamtliche Arbeit zur interkulturellen und sozialen Verständigung beigetragen haben, können bis zum 1. März für das „Band für Mut und Verständigung“ vorgeschlagen werden. mehr

Aktuelle Veranstaltungen

Donnerstag, 09.02.2012
18:30

Bauvorhaben Fernradweg Berlin-Leipzig - 2. Bauabschnitt im „Flaschenhals“ - Informationsveranstaltung

Freitag, 10.02.2012
11:00

„50+ Gemeinsam Aktiv“: 4. Seniorenmesse im Rathaus Schöneberg

Sonntag, 12.02.2012
15:00 - 21:00

Exklusiv für Frauen: Große Tauschbörse ...

Kunstwettbewerb Potsdamer Straße (2004/2005)

Das Image der Potsdamer Straße sollte durch Kunst-Installationen verbessert werden - dazu lobte das Quartiersmanagement Schöneberger Norden in Zusammenarbeit mit dem benachbarten QM Tiergarten-Süd einen Wettbewerb aus. Überraschend strich die Senatsverwaltung jedoch im Februar 2005 die Mittel für das Projekt, so dass der Gewinner-Entwurf bislang noch nicht umgesetzt werden konnte.

Wie kann die Potsdamer Straße attraktiver werden, was kann man tun, um sie positiv ins Gespräch zu bringen? Darüber haben das Quartiersmanagement Schöneberger Norden und das QM Magdeburger Platz/Tiergarten-Süd gemeinsam nachgedacht, und sie sind auf folgende Idee gekommen: Eine Möglichkeit wäre doch, die Straße durch tolle Kunst-Installationen zu verschönern!

Acht Künstler und Künstlergruppen präsentierten in zwei Ausstellungen Entwürfe oder Modelle, wie sie sich das vorstellen. Aus diesen Entwürfen wurde von einer Jury, in die neben den Fachvertretern auch Vertreter der Potsdamer Straße berufen waren, im Januar 2005 einer ausgewählt, der als dauerhafte "künstlerische Installation zur Kunst- und Kulturgeschichte" in der Potsdamer Straße einen Platz finden sollte.

Denn dort gibt es so einiges, das man nicht vergessen sollte: Viele Künstler, Schauspieler, Schriftsteller und Verlage waren hier ansässig und große kulturelle Ereignisse haben im Sportpalast, im Quartier Latin, dem Wintergarten oder anderswo längs der Straße stattgefunden.
Aber auch politisch hat sich hier so manches ereignet: Man denke beispielsweise an Goebbels berüchtigte Sportpalast-Rede, das Kammergericht im Kleistpark als Sitz der Alliierten, die Abtrennung der Potsdamer Straße vom Potsdamer Platz durch die Mauer, ...

In die Jury- Entscheidung flossen auch die Beurteilungen vieler Besucher ein, die bei der Bürgerveranstaltung am 18. Januar dabei waren: Nach einer Führung durch die Ausstellung teilten sich die Anwohner und Gewerbetreibenden auf Workshops auf und schrieben stichwortartig ihre Eindrücke von den Modellen für die Jury auf (mehr zu den Veranstaltungen rund um den Wettbeweb lesen Sie hier).

Am 01.02.2005 wurde das Ergebnis des Wettbewerbs "Installation(en) zur Kunst und Kulturgeschichte der Potsdamer Straße" im Schöneberger Kunstamt der Öffentlichkeit vorgestellt und teils kontrovers diskutiert.

Doch im Februar kam dann die Überraschung für alle Beteiligten: Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zog ihre Finanzierungszusage für die Realisierung des Gewinnerentwurfes von Thorsten Goldberg zurück (Näheres dazu hier).

So wird es jetzt darauf ankommen, ob es vor Ort in den Bezirken gelingt, das Projekt zu finanzieren. Die zuständige Stadträtin auf Tempelhof-Schöneberger Seite, Frau Dr. Elisabeth Ziemer, hat schon deutlich gemacht, dass sie sich noch nicht geschlagen gibt. Sie regt an, die Mittel für die Realisierung auf anderen Wegen zu beschaffen. So könne der Versuch unternommen werden, das Projekt z.B. durch die Unterstützung von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Sponsoren zu finanzieren.

text: redaktion; fotomontage: Torsten Goldberg