Mieten und Wohnen im Schöneberger Norden - Präventionrat im Juni 2019

Beim zweiten Präventionsrat in diesem Jahr im PallasT ging es vor allem um das Thema "Mieten und Wohnen". Das "Forum für Alle" beschäftigte sich am 13. Juni 2019 mit diesem Thema, weil es auch im Schöneberger Norden sehr an Brisanz zugenommen hat.

Viele Themen unter "Kiez aktuell"

Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bauen, Jörn Oltmann und Corinna Lippert, die bezirkliche Koordinatorin des Quartiersmanagements Schöneberger Norden

Stadtrat Jörn Oltmann zum Thema "Milieuschutz" im Schöneberger Norden

Frau Potemans und Frau Hochgräf vom Jugend Museum präsentieren das Projekt "Weitergeben - Geminsam sind wir stark!"

Frau Kustak von der AG SPAS e.V. sprach zur neuen kostenlosen Mieter- und Sozialberatung in Schöneberg

Kadriye Karci vom Team-QM zum"Projekt "Mieten und Wohnen" und ...

...und die Projektleiterin Jana Bareiß von der LPG

Zum Thema Bülow90: Herr Riebow von der Gewobag IT

Bezirksstadtrat Oltmann (links) und Herr Riebow, Gewobag IT (rechts)

Peter Pulm zu aktuellen Themen des Quartiersmanagements

Zu Beginn gegrüßten der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bauen, Jörn Oltmann und Corinna Lippert, die bezirkliche Koordinatorin des Quartiersmanagements Schöneberger Norden, die zahlreichen Anwesenden.

Kiez aktuell

Unter dem Tagesordnungspunkt "Kiez Aktuell" wurden von Bürgerinnen und Bürger verschiedene Themen  zur Sprache gebracht.

Bei der Neuwahl des Mieterbeirates der Gewobag im Gebiet Bülowstraße Ost sind 5 Plätze zu besetzen. Bis zum14.6. werden noch Kandidat/innen gesucht.

Zum anstehenden Einzug der Sony-Zentrale in das ehemalige Commerzbank-Areal wurden einige Fragen aufgeworfen: Was tun Investoren für den Kiez? Wird der Bezirk mit PECAN-Developement, den Bauherren des Gebäudekomplexes auf dem Commerzbank-Gelände, wo sich auch der Ansiedlung des Großkonzerns Sony - in der Potsdamer Straße ins Gespräch kommen, um das Unternehmen zu einem sozialen Engagement vor Ort zu bewegen? Wie kann Sony den Stadtteil unterstützen? Beim PräRat im März wurde angeregt, dass Sony den Ausbau des Bunker in der Pallasstraße als einen Ort für Kultur finanziert oder sich zumindest daran beteiligt. Das für die Jugendeinrichtungen vorgeschlagene Ausweichobjekt Pallasbunker wäre für kulturelle Nutzungen gut geeignet. Für dessen Ertüchtigung wären aber Millionen Euro notwendig, hatte Stadtrat Oltmann im Dezember 2018 mitgeteilt. Das Bezirksamt ist derzeit im Gespräch mit dem Investor PECAN-Developement.

Wie ist der aktuelle Stand in Bezug auf die Nutzung des Umsteigers durch die Kulturellen Erben e.V. ? Hier scheint es nicht voran zu gehen! Junge Menschen feiern wieder Partys im Hof. Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes steht an, soStadtrat Oltmann. Er ist mit dem Investor Semer im Gespräch über die künftige Nutzung des Backsteinhauses in der Yorckstraße und über das Thema Denkmalschutz.

Die Situation der wenigen verbliebenen Mieter/innen in den TARSAP-Häusern in der Kulmer Straße spitzt sich weiter zu. Derzeit prozessiert eine Mietpartei gegen die TARSAP. Der Gerichtstermin ist am 20.6.2019 um 10 Uhr im Amtsgericht Schöneberg in der Grunewaldstraße 66/67, Raum 107.

Zu den Neubauten in der Bautzener Straße tauchte die Frage auf, ob die WBS-Wohnungen inzwischen vermietet sind. Dazu liegen noch keine Erkenntnisse vor.

Erneut ging es um die Suche nach Ersatzräumen für die Jugendeinrichtungen Potse/drugstore.Wie ist der aktuelle Stand? Was ist mit dem Denkmalschutz? Die Räume in der Potsdamer Straße 134 werden durch das Bezirksamt von der Gewobag gemietet für die stillen Nutzungen. Sie können renoviert werden, wenn das Kollektiv der Jugendeinrichtungen einen Kooperationsvertrag mit dem Bezirksamt abgeschlossen hat. Ersatzräume für die lauten Nutzungen - dabei geht es u. a. um Proben von Bands und Konzerte - sind schwer zu finden. Deshalb wird dafür an Lösungen auch außerhalb des Bezirkes gearbeitet. Leider ist ein möglicherweise geeigneter Neubau erst in drei Jahren zu beziehen.

Eine gute Nachricht: Das Wohnhaus Kurmärkische Straße 13 / Ecke Zieten konnte von den Mieter/innen erworben werden.

Nachgehakt

Unter "Nachgehakt" informiert das Bezirksamt zu Anliegen die von Bewohner/innen in den vergangenen PräRat-Veranstaltungen geäußert wurden.

Eine Bewohnerin hatte sich im März über den Schilderwald in der Tempo-30-Zone in der Winterfeldtstraßeaufgeregt. Laut der VwV-StVO ist nach dem Grundsatz zu verfahren, so wenig Verkehrszeichen wie möglich anzuordnen. Bislang ist hier nicht bekannt, dass dort ein unnötiger „Schilderwald“ bestehen würde, weswegen um konkrete Angaben gebeten wird, welche Verkehrszeichen angesprochen sind.

Geschwindigkeitsverstöße in der Maaßenstraße fallenin die Zuständigkeit der Polizei. In der Leitstelle des Außendienstes ist darüber hinaus eine derartige Problematik nicht bekannt.

Die Begegnungszone Maaßenstraße ist häufig durch parkende Autos blockiert (nicht Lieferverkehr). Über einen längeren Zeitraum wurden in der Maaßenstraße durch den Außendienst des Ordnungsamtes häufige Kontrollen auf Falschparker vorgenommen. Sie wurden erforderlichenfalls geahndet. Seit 1.5.2019 wird zusätzlich die neue Parkzone 55 kontrolliert und Falschparker-Verstöße werden weiterhin entsprechend geahndet. Bei konkreten Behinderungen kann die Leitstelle unter der Nummer (030) 90277 3468 kontaktiert werden.

Die verkehrsrechtliche Anordnung für den temporären Fußgängerüberweg Bautzener Straße (gelber Zebrastreifen) gilt im Zusammenhang mit der Neubaumaßnahme in der Bautzener Straße bis zum 31.7.2019. Die Überwege wurden aufgrund der Gehwegsperrung auf der Neubauseite eingerichtet. Was die Vz. 600 (rot-weiße Absperrgitter) an den Übergängen betrifft, werden diese zur besseren Sichtbarkeit der Fußgänger entfernt. Jeweils 5 Meter vor den Übergängen (Parkstreifen) sind Halteverbote aufgestellt. Es ist aber nicht auszuschließen, dass dort ordnungswidrig geparkt wird. Die Zuständigkeit der Verkehrsüberwachung liegt in diesen Fällen beim Ordnungsamt.
Nach Abbau der Baustelle und des temporären Überwegs werden Bezirksamt und Straßenverkehrsbehörde prüfen, ob ständige Fußgängerüberwege eingerichtet werden.

Das Problem der bezirklichen Zuordnung der Parkraumzone für die Dennewitzstraße wurde inzwischen geklärt. Hier ist das Bezirksamt Temopelhof-Schöneberg zuständig.

Weitergeben - Gemeinsam sind wir stark!

Im Zentrum diese Projektes standen auf Wunsch der Schule die Themen "Ausgrenzung, Mobbing und Konflikt“. Im Verlauf des Projektes arbeiteten die Schüler_innen aus einer 4. Klasse und beiden Internationalen Klassen zu diesen Themen mit der Methode des „Tableau Vivant“ - indem sie Geschichten in Form von Standbildern entwickelten.
Diese selbstständig entwickelten Szenen und Inhalten wurden von den Kinder auf einer Bühne aufgeführt, gefilmt und am Ende des Projekts im Theatersaal der Spreewald-Grundschule öffentlich vorgeführt. Nach der Vorstellung des Projekts durch Ute Großmann vom Team-QM und Frau Potemans und Frau Hochgräf vom Jugend Museums Schöneberg wurden zwei von den Schüler/innen entwickelte Filme präsentiert.

Bericht von Stadtrat Jörn Oltmann zu Wohnen, Mieten, Kaufen und der Sozialen Erhaltungsverordnung (SozErhaltVO)

Wohnen, Mieten und soziales Erhaltungsrecht standen im Mittelpunkt der Präsentation des Stadtrats für Stadtentwicklung und Bauen in Tempelhof-Schöneberg. In seinem Vortrag ging es u. a. um dieEntwicklung der Sozialmietwohnungen und der Median-Angebotsmieten. Außerdem referierte Jörn Oltmann zur Sozialen Erhaltungsverordnung gemäß §172 (1) Nr. 2 BauGB, den städtebaulichen Ziele der Sozialen Erhaltungsverordnung und zur Anzahl der sozialen Erhaltungsgebiete in Berlin in den Jahren 2015 bis 2019. Er widmete sich speziell dem sozialen Erhaltungsgebiet Schöneberger Norden und dem sozialen Erhaltungsgebiet Bautzener Straße. Thema waren auch die durch Abwendung oder Anwendung des Vorkaufsrechtes gesicherten Wohnungen zwischen 2015 und 2019 sowie die Inhalte der Abwendungsvereinbarung. Die Präsentation von Bezirksstadtrat Oltmann finden Sie hier.

Kostenlose soziale Mieterberatung im Bezirk gestartet

Eine Erfolgsgeschichte: Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin schafft - unterstützt durch Mittel der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen - ein bezirksweites Angebot von zivilrechtlicher Mieterberatung sowie von allgemeiner unabhängiger Sozialberatung an vier Standorten im Bezirk. Im Schöneberger Norden findet die Beratung in der Geschäftsstelle der AG SPAS e.V. in der Großgörschenstraße 39 statt. Mehr dazu hier.

Projekt Mieten & Wohnen berichtet

Nach einer kurzen Vorstellung des Projekts durch Kadriye Karci vom Team-QM berichtete die Projektleiterin Jana Bareiß vom Träger LPG - Landesweite Planungsgesellschaft mbH einen Bericht mit Beamer-Präsentation .

Aktuelle Informationen zu den Sprechzeiten und Terminen finden Sie hier: Jana Bareiß, Sören Drescher, LPG mbH, Gaudystraße 12, 10437 Berlin, Tel.: 030 – 816 16 03 95, j.bareiss@LPGmbH.de, www.facebook.com/mietenundwohnenschoeneberg.

Mehr zu diesem Projekt finden Sie hier.

Bülowstraße 90 - Gewobag stellt ihr Konzept vor

Herr Riebow von der landeseigenen Wohnungsgesellschaft Gewobag IT stellte das Konzept für die Bülow 90 mit Beamer-Präsentation vor. Darin heißt es, dass im Haus in der Bülowstraße 90 neue Wohnungen, Gewerbe und Gemeinschaftsflächen geben wird. "Es soll ein Ort für gemeinsame Erprobung und Versuche sein. Raum der sich im kontinuierlichen Wandel befinden wird." Die Bülow90 wird als Begegnungsort konzipiert und soll auch offen für die Nachbarschaft sein. Anwohner/innen aus dem Kiez und Interessierte aus Berlin sollen viele Angebote nutzen können. Geplant ist z.B. ein Kiezladen, ein Café,– und vielseitige Schulungs-, Bildungs- und Kulturangebote. So ist die Unterbringung der Gertrud-Kolmar-Bibliothek unter Umstellen vorstellbar. Insgesamt 40 Wohneinheiten für ca. 100 Menschen werden gebaut. Die geplanten Wohnmodelle reichen von klassischen Wohnungen über Wohnkonzepte des Zusammenlebens bis hin zu Konzepten für das Leben auf kleinem Raum. Die Umbauarbeiten haben in einem Teilbereich im Erdgeschoß bereits begonnen. Mit der Fertigstellung der Bülow 90 wird 2024 gerechnet.

Neues aus dem QM

Seitdem die Entscheidung über die Beendigung des QM zum 31.12.2020 getroffen wurde, arbeitet das Team QM mit den Akteuren im Schöneberger Norden konsequent an der Verstetigung erfolgreicher Handlungsansätze, berichtete Peter Pulm vom Team-QM. Grundlage dafür ist der im April 2019 veröffentlichte "Aktionsplan 2018" des QM. Zu den zentralen Herausforderungen gehören die Realisierung des "CAMPUS der Generationen" als zukünftiges Zentrum der Gemeinwesenarbeit im Quartier und das Projekt "Stadtteilkoordination plus", das die Arbeit des QM bis Ende 2020 unterstützen und zwischen 2021 und 2024 wichtige Aufgaben des QM weiterführen soll.  Erfolgreiche Soziale-Stadt-Projekte wie "Garten aktiv"oder "Nachbarschaft im Kurfürstenkiez" werden bis zum Ende des QM-Prozesse weiter arbeiten und Weichen für die Zukunft stellen. Die Stärkung bestehender Netzwerke wie das "Bildungsnetzwerk Schöneberg Nord" und das "Netzwerk der Religionsgemeinden" bildet einen weiteren Schwerpunkt. Auch hier sind Soziale-Stadt-Projekte mit am Start. Schließlich gilt es derzeit, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit der Quartiersrat Schöneberger Norden auch in Zukunft als wichtige Interessenvertretung für das Quartier aktiv sein kann und es soll bürgerschaftliches Engagement im Quartier für die Zukunft gestärkt werden. An beiden Themen setzt das Projekt "Wir machen weiter" an.

Der nächste PräRat findet am Donnerstag, 12. September 2019, um 19 Uhr im PallasT statt. Dann zum Thema Netzwerke und OE SPK und Stadtteilkoordination plus.

Hier geht es zum PräRat mit dem Thema "Ehrenamtliches Engagement im Schöneberger Norden.